DIE PFAHLBAUER*IN IM KANTON ZÜRICH

Rund die Hälfte der bekannten Pfahlbaufundstellen um die Alpen liegen in der Schweiz. Hier reihen sie sich perlschnurartig in dichter Folge entlang der Ufer unserer Seen auf. Alleine am Pfäffikersee und Greifensee sind zusammen 16 Fundstellen bekannt, von denen zwei (Wetzikon-Robenhausen und Greifensee-Storen/Wildsberg) zum UNESCO-Welterbe gehören. 

Die Region Zürich war in der Jungsteinzeit eigentlich von geschlossenem Wald bedeckt. Hirten zogen mit dem Vieh durch die weitere Siedlungsumgebung. Das Vieh der Pfahlbauer weidete im Sommer im Wald und auf brachliegenden Feldern. Durch jahrelange harte Arbeit schafften es die Siedler, das Land urbar zu machen. Sie schufen dabei eine neuartige Landschaft, die Kulturlandschaft. 

Die Pfahlbauer waren mobil. Wenn die Häuser marode oder das Siedlungsumfeld übernutzt waren, zogen die Menschen weiter und bauten an einem anderen Ort ihre Siedlungen wieder auf. Wir können diese Bewegungen dank der Dendrochronologie – der Datierung mittels Jahrringen an den Hölzern – ziemlich genau nachzeichnen.